Kurzbeschreibung

Funky ist die offenste und modernste Motion im Line Dance. Sie ist nicht an einen klassischen Paartanz gebunden. Stattdessen nutzt sie Elemente aus:

  • Hip Hop
  • Street Dance
  • Break Dance
  • Jazz Dance
  • Modern Dance
  • Club- und Popmusik-Stilen

Funky ist damit weniger eine feste Tanzform und mehr eine Bewegungswelt.

Bewegungsgefühl

Funky wirkt rhythmisch, urban, akzentuiert und oft sehr körperbetont. Die Musik kann aus Hip Hop, Pop, Rap, Techno, Clubmusik oder anderen modernen Richtungen kommen.

Der Begriff Funky meint hier nicht zwingend die Musikrichtung Funk. Gemeint ist der Bewegungscharakter.

Typische Merkmale

  • starke Akzente
  • Körperisolationen
  • Bouncing
  • Pulsing
  • Popping
  • schnelle Richtungswechsel
  • kantige oder mechanische Bewegungen
  • freie Interpretation
  • moderne Musik
  • individuelle Ausstrahlung

Wichtige Bewegungsarten

Bouncing

Bouncing ist ein rhythmisches Auf- und Abbewegen des Körpers. Es kann weich oder deutlich sein. Im Funky wirkt es oft lässig und körpernah.

Pulsing

Pulsing meint ein Pulsieren im Körper, oft im Brustkorb. Die Bewegung geht nach vorne und zurück oder wirkt wie ein innerer Rhythmusimpuls.

Popping

Popping arbeitet mit kurzer Muskelanspannung und Entspannung. Dadurch entstehen Bewegungen, die mechanisch, roboterartig oder sehr akzentuiert wirken können.

Isolations

Bei Isolations bewegt sich ein Körperteil gezielt, während andere Bereiche ruhig bleiben. Beispiele:

  • Brustkorb
  • Schultern
  • Kopf
  • Arme
  • Hüfte

Funky im Line Dance

Funky zeigt, dass Line Dance nicht nur Country ist. Schon viele bekannte Line Dances nutzen Musik und Bewegungsqualitäten außerhalb des klassischen Country-Bereichs.

Funky kann im Freizeitbereich genauso vorkommen wie im Wettbewerb. Es ist keine Motion nur für junge Tänzerinnen und Tänzer. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern ob man Freude an dieser Art von Bewegung hat.

Körpertechnik

Lockerheit

Funky braucht Lockerheit. Zu viel Körperspannung macht die Bewegung steif.

Kontrolle

Locker heißt aber nicht unkontrolliert. Gerade Popping, Isolations und schnelle Akzente brauchen Präzision.

Musikalität

Funky lebt davon, kleine Details in der Musik aufzunehmen:

  • Bass
  • Snare
  • Breaks
  • Pausen
  • elektronische Effekte
  • Gesangsrhythmus

Häufige Fehler

Fehler Wirkung
Bewegungen nur nachmachen Funky wirkt leer
zu steif tanzen urbaner Charakter fehlt
keine Akzente setzen Musik wird nicht sichtbar
alles übertreiben Bewegung wirkt hektisch
Oberkörper ignorieren Funky verliert seinen Stil

Übungsidee

Nimm einen einfachen Schritt, zum Beispiel:

Step Touch – Step Touch

Variiere ihn mit:

  • leichtem Bounce
  • Schulterakzent
  • Brustkorb-Puls
  • Armbewegung
  • kurzer Pause auf einem Musikakzent

Ziel ist nicht, sofort spektakulär zu tanzen. Ziel ist, den Körper rhythmisch bewusster einzusetzen.

Merksatz

Funky ist Line Dance mit urbaner Körpersprache: rhythmisch, akzentuiert und individuell.